Tipps zum Testen von MPTL-Strecken

04/10/2018

Tipps zum Testen von MPTL-Strecken

Die Zertifizierung von MPTL-Übertragungsstrecken für Netzwerkgeräte, wie Zugangstechnik und CCTV-Kamerasysteme wirft noch viele Fragen auf. IDEAL Networks beantwortet nachfolgend einige bezüglich der Anforderungen beim Testen und Zertifizieren von MPTL-Strecken

Regeln Normen das Testen von MPTL-Übertragungsstrecken?


Aktuell gibt es für MPTL-Strecken keine Normen, die festlegen, wie eine Strecke, die an einem oder an beiden Enden mit einem Stecker terminiert ist, zu testen ist. Allerdings definieren die Normenreihen ISO/IEC 11801 und ANSI/TIA 568 für Kommunikationsverkabelungen die Spezifikationen für Komponenten und deren Leistung. Die jeweiligen Kategorie-Bezeichnungen reichen von 3 bis 8.1 oder 8.2, wobei international am häufigsten die Komponenten der Kategorien 5e, 6 oder 6A zum Einsatz kommen. Nach Abschluss der Installation sollte die Verkabelung zwingend mit einem LAN-Kabelzertifizierer getestet werden, um sicherzustellen, dass das Gesamtsystem die Leistungsparameter auch einhält, die die einzelnen Komponenten versprechen.

Welchen Einfluss hat die Kabellänge auf die MPTL-Tests?


Wenn Sie MPTL-Strecken nach TIA-Normen testen, darf die Kabellänge 90 Meter nicht überschreiten - der Test wird ansonsten als nicht bestanden gewertet. Bei MPTL-Tests nach IEC-Normen muss die Länge zwar ebenfalls angegeben werden, allerdings hat bei dieser Norm der Wert nur informativen Charakter.

Beim Testen von Kabeln mit einer Länge von mehr als 90 Metern nach IEC-Normen muss nicht notwendigerweise eine Fehlermeldung ausgegeben werden. Dennoch ist es möglich, dass diese Kabel aufgrund der Werte für die Einfügedämpfung und den Widerstand, die proportional zur Kabellänge steigen können, beim Test doch noch durchfallen.

Können RJ45-Stecker die Leistung von MPTL-Strecken beeinträchtigen?


Nicht immer erfüllen die installierten RJ45-Stecker die Anforderungen der durch die IEC/TIA festgelegten Komponenten-Spezifikationen. Oftmals werden preiswerte, qualitativ weniger hochwertige RJ45-Stecker installiert, die den Test aller Wahrscheinlichkeit nach nicht bestehen werden.

Stecker der Kategorie 5e werden den Zertifizierungstest wahrscheinlich mit geringem Installationsaufwand bestehen. Stecker der Kategorie 6 hingegen müssen sehr sorgfältig und präzise installiert werden, um die Zertifizierung zu bestehen. Auch sollte in diesem Fall geprüft werden, ob sie die vorgegebenen Leistungsspezifikationen einhalten.

Um wirklich nachvollziehbare Testergebnisse zu erhalten und infolgedessen dem Kunden einen aussagekräftigen Leistungsnachweis übergeben zu können sollten spezielle, vor Ort konfektionierbare, Stecker der Kategorie 6/6A (und höher) installiert werden. Denn nur so bekommt der Auftraggeber auch die Leistung, die vertraglich vereinbart wurde.

Allerdings sind Stecker der Kategorie 6A, die die für eine Zertifizierung benötigten Leistungsparameter bereitstellen, jedoch teurer, da sie noch relativ neu auf dem Markt sind.

Welchen Kabeltester benötigen Sie zum Zertifizieren von MPTL-Übertragungsstrecken?


Vor der Zertifizierung von MPTL-Strecken sollten Sie unbedingt überprüfen, ob der von Ihnen eingesetzte Kabeltester mit den richtigen Adaptern und der richtigen Software ausgestattet ist. Das beste Preis-Leistungsverhältnis und die einfachste Lösung für Tests an MPTL-Strecken bietet der Kabelzertifizierer LanTEK III mit Channel- und Permanent-Link-Adaptern von IDEAL Networks.

Um einen korrekten MPTL-Zertifizierungstest auszuführen, installieren Sie einfach das kostenlose Software-Upgrade von IDEAL Networks und konfigurieren Ihren LanTEK III an einem Handgerät mit einem Channel-Adapter und mit einem Permanent-Link-Adapter der Kategorie 6A am anderen.

Bei Fragen zu MPTL-Übertragungsstrecken oder zu den Produkten von IDEAL Networks stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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